Ich setze mich mit dieser Motion dafür ein, dass nachhaltiges Handeln auch in der Medizin möglich bleibt. In vielen Arztpraxen wurde medizinisches Besteck bislang in kleinen Dampfsterilisatoren aufbereitet – ein ökologisch sinnvoller Umgang mit Ressourcen. Neue regulatorische Vorgaben machen dies nun so aufwendig, dass viele Praxen auf Einweg-Instrumente umsteigen. Das ist weder nachhaltig noch krisensicher. Ich fordere darum, dass der Kanton gesetzliche Grundlagen schafft, die die Wiederverwendung von medizinischen Utensilien erleichtern, anstatt sie faktisch zu verunmöglichen. Und ich will, dass Praxen und Spitäler motiviert werden, auf Mehrweg-Materialien zu setzen. Denn Einwegprodukte verbrauchen nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern produzieren grosse Mengen Sondermüll, verschlechtern die Umweltbilanz massiv und machen das Gesundheitswesen abhängig von globalen Lieferketten. Auch das Know-how rund um Sterilisation droht verloren zu gehen.
